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Leider schrecken viele Menschen davor zurück, mutig gegen den Strom zu schwimmen, insbesondere sich öffentlich für Andere einzusetzen, sich gegen Unrecht zu wehren oder Schaden von anderen abzuhalten. Es fällt ihnen schwer, sich aus der Masse der Schweigenden, Mitläufer oder auch Desinteressierten abzuheben und so den Schutz und die Geborgenheit dieser Gruppe zu verlieren. Aber es gilt zum Glück Folgendes:

Zivilcourage ist nicht angeboren, sondern kann von jeder/m erlernt werden !

Zivilcourage lässt sich in jedem Lebensalter entfalten. Sie trägt zur Entwicklung und Festigung Ihrer eigenen Persönlichkeit bei, klärt und festigt Ihre inneren Überzeugungen. Menschen mit Zivilcourage haben sehr oft eine besondere Ausstrahlung. Zivilcourage hilft, man selbst zu werden. Allerdings verliert man oft die Geborgenheit, die durch Anpassung erkauft werden kann. Ändern Sie die Verhältnisse, indem Sie sich selbst ändern. Zivilcourage heißt nicht immer, mit körperlichen Einsatz große Heldentaten zu vollbringen. Kleine Taten sind oftmals ausreichend!

Vermeiden Sie "Einflüsterungen" ihres "Ichs" !
Innere – meist abwertende - Stimmen der folgenden Art bremsen oft die Zivilcourage: „Misch dich lieber nicht ein.“ „Weshalb solltest ausgerechnet du den Kopf hinhalten?“ „Da kannst du ja doch nichts ausrichten.“
Es sind immer die gleichen Fragen und Einwände, mit denen sich man sich versucht zu  rechtfertigen, falls man - untätig - Zeuge einer Straftat wird. Lernen Sie, solche Stimmen zu erkennen und ihnen zu widerstehen.

Mischen Sie sich ein:
Zögern Sie nicht, Täter direkt anzusprechen, laut um Hilfe zu schreien, eine Notbremse zu ziehen, die Polizei zu rufen, verbal einem Angegriffenen beizustehen, Provokateure zum Aufhören aufzufordern und sich demonstrativ auf die Seite der Angegriffenen zu stellen.
Ein Angriff erfolgt nur dort, wo es ein wehrloses Opfer gibt. Zeigen Sie, dass Sie nicht alles wehrlos hinnehmen, dann werden den Tätern die Grundlage für ihre Aktion genommen. Zwei Worte kollektiv gesprochen "Hör auf!" bedeuten schon Mut in einfachster Form.

Helfer suchen !
Suchen Sie Mitstreiter und verständigen Sie umgehend die Polizei. Oft müssen andere Passanten aus ihrer Rolle als "Gaffer" oder "Weggucker" gerissen werden, in dem man sie direkt anspricht. "Sie in der gelben Jacke. Kommen Sie bitte her und helfen Sie" Zusammen ist man stark. Stellen Sie sich zwischen Täter und Opfer und bieten Sie Ihre Hilfe an. Greifen Sie ein und machen Sie klar, dass Gewalt keine Privatangelegenheit ist. Oft reichte es schon, dass man darauf hinweist man habe die Polizei verständigt. Sie sollten allerdings Vermeiden, den Täter zu provozieren oder sich selbst provozieren zu lassen! Behalten Sie einen kühlen Kopf.

Die Polizei hat sechs praktische Regeln für mehr Sicherheit zusammengestellt, die jeder anwenden kann:

  1. Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen.
  2. Ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf.
  3. Ich beobachte genau und präge mir Tätermerkmale ein.
  4. Ich organisiere Hilfe unter Notruf 110.
  5. Ich kümmere mich um Opfer.
  6. Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung.

Wenn wir selbst in solch eine Lage geraten, wünschen wir uns doch auch, dass uns jemand hilft. Was wir für uns erwarten, müssen wir auch bereit sein, anderen zu geben.

LITERATUR:
Gerd Meyer: Lebendige Demokratie. Zivilcourage und Mut im Alltag. Forschungsergebnisse und Praxisperspektiven. Baden-Baden 2004.

Johannes Czwalina: Wer mutig ist, der kennt die Angst. Verlag: Brendow. ISBN: 978-3865062123

Ulrich Kühne (Hrsg.): "Mutige Menschen. Frauen und Männer mit Zivilcourage". Vorwort von Ulrich
Wickert. Elisabeth Sandmann Verlag, München 2006. ISBN 3-938045-13-2

Wolfgang Heuer: Couragiertes Handeln. Lüneburg 2002.

Weblinks:
http://www.aktion-tu-was.de/ Aktion der Polizei
http://www.friedenspaedagogik.de/themen/zivilcourage?/ift/themen/zivilcourage
http://www.jaskolski.de/ziv_was.htm

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