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Wer kennt nicht den alten Gassenhauer. Durch das mediale Ausschlachten von Einzellfällen wird in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt man könne häufiger als normal, das Opfer einer Straftat werden.
Gerade Senioren fürchten sich vor Kriminalität und Gewalt. Tatsächlich sind Seniorinnen und Senioren aber auch nicht stärker gefährdet als jüngere Mitbürger, dies belegen eindeutig die Polizeistatistiken..
Allerdings sollen die Straftaten gegen Senioren nicht verharmlost werden, denn dem einzelnen älteren Menschen, der Opfer einer Straftat wird, nützen statistische Erkenntnisse nichts.

Die Beeinträchtigung des allgemeinen Wohlbefindens durch Kriminalitätsfurcht ist bei Senioren ausgeprägter als bei jüngeren Menschen. Oft führt dies zu einem Rückzug aus dem öffentlichen Leben und kann eine Vereinsamung zur Folge haben. Dies wurde durch verschiedene Untersuchungen belegt.

So leiden Senioren auch stärker unter den Folgen einer Straftat als jüngere Menschen. Damit einhergehend ist auch die stärkere Beeinträchtigung des Wohlbefindens älterer Menschen, zum Beispiel nach einem Überfall.

Immer das Gleiche:

Die größte Gefahr für Senioren ist der Handtaschenraub.  Ebenso wie jüngere Menschen, sind auch Senioren von allen Bereichen der Gewaltkriminalität betroffen - insgesamt aber wesentlich seltener als andere Altersgruppen. Mit einer Ausnahme: nämlich dem Handtaschenraub. Neben Delikten wie Raub und Körperverletzung gehört der Handtaschenraub zu den häufigsten Gewaltstraftaten gegen ältere Menschen. Die PKS ( Polizeiliche Kriminalstatistik ) belegt zwar, für das Jahr 2005, einen Rückgang von 16,4 Prozent, leider waren aber mehr als die Hälfte der Opfer über 60 Jahre und meist weiblich.

Das "Abziehen"

"Abziehen" und "Abzocken" sind verharmlosende Begriffe aus der Jugendsprache für eine Situation der Raubtat. Tatsächlich liegt Raub oder räuberische Erpressung vor, d. h. das sich Aneignen von Eigentum fremder Personen unter Gewaltandrohung oder -ausübung. Meist geht es hier um Zigaretten, Handys, Geld und Kleidung.

Opfer des "Abziehens" kann grundsätzlich jedes Kind, jeder Jugendliche werden. Es scheint aber doch verschiedene Eigenschaften zu geben, aufgrund deren einige Kinder gefährdeter sind als andere. Meistens sind es körperlich unterlegene Kinder, die eher als inaktiv, ruhig und "pflegeleicht" gelten, sowie ein ängstlich und unsicheres Verhalten und Empfindlichkeit zeigen.

Oft kennen sich Täter und Opfer aus dem weiteren Umfeld. Zum Beispiel nutzen sie die selben Verkehrsmittel oder kennen sich vom sehen aus der Stadt. Manche "Sichtungen" können sich auch in der Freizeit ergeben, zum Beispiel wenn Opfer und Täter sich schon mehrfach auf dem Sportplatz begegnet sind. Das ist insbesondere für die Konsequenzen relevant, die das Opfer aus einer derartigen Gewaltsituation zieht.
 
Das "Abziehen" war zunächst eine Domäne männlicher Kinder und Jugendlicher, wird aber zunehmend auch von Mädchen ausgeübt.

Am Bankautomat:

Achten Sie darauf, das Umstehende genügend Abstand halten. Nur so ist zu gewährleisten, das niemand "über die Schulter" schauen kann und die Eingabe Ihrer Sicherheitsnummer mit ansieht. Immer öfter kommt es auch dazu, das kriminelle Elemente die Automaten präparieren. Achten sie darauf, das kein Aufsatz auf der Tastatur und/oder dem Kartenleser angebracht sind. Wechseln sie im Zweifelsfalle den Automaten/Bank. Verbergen Sie, z.B. mit der Hand, die Eingabe der Sicherheitsnummer, auch wenn Sie allein in dem Automatenraum sind. Sie können sich nicht sicher sein, das nicht irgendwo eine Kamera angebracht wurde, die die Eingabe filmt.

Auf der Strasse

Hier lauert Taschendiebstahl. Vermeiden Sie, wenn möglich, das Sie angerempelt werden. Sollte dies doch einmal passieren kontrollieren Sie umgehend Ihre Wertsachen/Papiere aber auch Ihre Schlüssel. Bei Verdacht machen Sie auf sich aufmerksam. Lassen Sie NIE Ihr Taschen unbeobachtet. Stellen Sie Ihre Taschen auch nicht auf einem Stuhl neben sich. Hängen Sie Ihre Tasche nicht an den Stuhl oder auf dem WC an die Klinke.
Geldbörsen sollte nicht in der Gesäßtasche getragen werden. Stecken Sie die Geldbörse in die vorderen Taschen Ihrer Hose oder in eine VERSCHLOSSENE Innentasche Ihrer Jacke. Lassen Sie nicht benötigte Papiere zu Hause. Nehmen Sie keine großen Beträge mit.

Bei einem Überfall hat es sich bewährt, eine "Attrappe" bei sich zu haben. Eine alte Geldbörse, mit ein paar nicht benötigter Plastikkarten und einer geringen Summe an Bargeld sind hier hilfreich. Dies können Sie dann ohne schlechtes Gewissen aushändigen. Spielen Sie nicht den Helden. Bei den meisten Überfällen geht es um Bargeld. Fragen Sie die Täter, ob Sie ihre Papiere behalten dürfen. Es klingt trivial, aber viele Täter lassen ihnen Ihre Papiere und nehmen nur das Geld. Das Wiederbeschaffen der Papiere ist mühsam und kostet Geld.

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