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Was ist denn Selbstverteidigung ?

Der Begriff Selbstverteidigung bezeichnet im allgemeinen die Vermeidung und die Abwehr von Angriffen auf die seelische oder körperliche Unversehrtheit eines Menschen. Die Bandbreite solcher Angriffe  reicht dabei von Nichtbeachtung, unbedachten Äußerungen, Einnehmen von Gemeinschaftsraum usw., setzt sich fort über Beleidigungen, Mobbing und Körperverletzung und reicht bis hin zu schwersten Gewaltverbrechen. Meisten ist die Ausübung von Macht dabei der Ansporn der Täter. Die weit überwiegende Anzahl solcher Angriffe wird nicht von Fremden, sondern von Bekannten (z.B. Schulkameraden, Verwandte, Ehemänner usw.) verübt. Bei der Verteidigung gegen nicht-körperliche Angriffe spricht man heute auch von Selbstbehauptung (als Substantiv zu sich behaupten).


Hilft mir Kampfsport ?

Die Antwort lautet ganz klar "Jein" Die meisten Kampfportarten haben sich zu reinen Wettkampfsportarten gewandelt. Allerdings gibt es einige Konzepte, wie Krav Maga, PFS, SENKI-Combat, JKD und andere, die neben dem breitensporttauglichen Erlernen von Techniken, auch das Üben in realistischen Umgebungen und unter nahezu realistischen Bedingungen beinhalten. Das beinhaltet, z.B. auch das "Arbeiten" im Fahrstuhl,  in Straßenkleidung, am Auto, der Einsatz von Alltagsgegenständen als Waffe usw.

Egal ob du alt oder jung bist - Kampfsport ist für jeden möglich!

Wenn Sie wissen möchten welche Kampfkunst/Kampfsport für Sie geeignet ist, gehen Sie nach den folgenden Punkten vor:

1. Schauen Sie was in Ihrer Umgebung angeboten wird! Wenn man Ihnen erzählt, das "Sum Dum Goi" ganz toll ist, es aber nur auf Rügen angeboten wird, ist der Tipp nichts wert. Es sei denn Sie wohnen auf Rügen.

2. Machen Sie überall ein Probetraining mit! So bekommen Sie einen guten Eindruck über die Schule/Dojo/Verein, des Trainers, der Schüler ( Müssen ja auch passen ). Dazu erhalten Sie kostenlosen
Unterricht in den verschiedensten Kampfsystemen. Sollte das Probetraining nicht kostenlos sein, gleich wieder raus da.

3. Der Trainer "macht" den Unterricht, nicht die Kampfkunst! Soll heißen, der eine Trainer macht nur Sachen die Sie überhaupt nicht auf die Reihe bekommen, der andere Trainer macht genau, das was Sie
Sich gewünscht hast.

4. Bilden Sie sich selbst ein Urteil! Ich weiß das es schwierig ist aber die meisten preisen natürlich Ihr System als bestes und tollstes an. Tipps, wie "mach doch Karate" oder "TKD könnte was für Dich sein" sind nicht zwangsläufig hilfreich.

Noch Wichtig:

Es ist auch egal ob Sie in einen Club, einer, Schule oder einem Verein eintreten. Wobei ich der Meinung bin, das Sie meistens die beste Qualität dort erhalten, wo die Trainier von ihrem System leben müssen. Allerdings sind die Begriffe "Kampfsport-/Kampfkunsttrainer" oder auch "Selbstverteidigungstrainer" usw. nicht geschützt. Das bedeutet dass sich jeder so nennen kann, Auch sind hohe Graduierungen nicht immer sehr Aussagekräftig. Schließlich kann sich jeder seine Urkunden selber drucken. Bei mehreren hohen Dangraden/Graduierungen ist also Vorsicht geboten. Es dauert eben seine Zeit, etwas zu lernen. Also Fragen Sie dem Trainer ruhig Löcher in den Bauch. Wenn Ihnen etwas spanisch vorkommt, raus da !

Einige Vorteile des Kampfsportes möchte ich kurz aufzählen.

Gesundheitsfördernd: Kann bis in hohe Alter betrieben werden. Der Körper wird kräftiger und beweglicher gemacht (Steigerung der Körperkraft, Gelenkigkeit und Ausdauer)

Das Erlernen von Techniken: Wenn ich nicht weiß, was ich machen kann/muss, kann ich mich auch nicht adäquat verteidigen.

Körpererfahrung: Man lernt sich besser einzuschätzen. Wie stark kann ich schlagen, was halte ich so aus, usw. Man lernt, wie man das Körpergewicht optimal in Schlagkraft umsetzt, die Körperkraft optimal einsetzt, die Reichweite vollständig ausnutzt und vieles mehr.

Das Schulen von Reflexe und Automatismen , so dass eine allgemeine Routine entsteht. Dies erreicht man z. B. durch Ernstfalltraining
und durch Schulung der visuellen und der taktilen Reflexe (auf Berührung beruhend).

Einige Nachteile sollen aber auch genannt werden:

Im Gegensatz zur Realität, hat der Verteidiger im Kampfsport jederzeit die Möglichkeit einen Kampf abzubrechen.

Angreifer agieren in der Realität oft nicht so wie in der Turnhalle geprobt.

An einem Kampf nehmen beide Teilnehmer freiwillig teil.


Kampfsport = Selbstverteidigung ?

Eindeutig: Nein. In der Selbstverteidigung spielen noch weitere Aspekte eine große Rolle, die im Kampfsport oft unterschlagen wird. Schon John ‘Lofty’ Wiseman, Ausbilder des britischen Sondereinsatz-Kommandos SAS sagte hierzu: “Wenn etwas im Kampfsport als Verstoß gewertet wird, ist es wahrscheinlich hervorragend für die Selbstverteidigung geeignet.” Fingerstiche / Griffe zu den Augen oder in Vitalpunkte können äußerst wirksam sein. Ebenso wie Kopfstoße und Schläge mit dem Ellenbogen. Diese Techniken sind relativ einfach zu erlernen, aber in den meisten Kampfsportarten verboten. Hinzu kommt der Angriff auf Weichteile des Körpers und der Einsatz von Waffen, sowie der Einsatz von Alltagsgegenstände, als Mittel zur Selbstverteidigung.

Darüber hinaus nimmt der Kampfsport auch nur einen eher geringen Teil innerhalb der Selbstverteidigung ein. Es kommt auch sehr stark auf das mentale Training bzw. das theoretische Wissen an. Als Stichworte sollen hier Erkennung und Vermeidung von Gefahrensituationen, Vorgehensweisen der Täter, Täterprofile, Nonverbale und verbale, konfrontative und deeskalierende Selbstbehauptungstechniken, frühzeitiges Wahrnehmen  von Grenzverletzungen, Grenzen setzen können, das Arbeiten mit den eigenen Ängsten, genannt werden. Natürlich gibt es noch wesentlich mehr Punkte die in einen guten Unterricht gehören.

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